Eine Operation am Knie ist für viele ein Wendepunkt: Endlich soll es wieder schmerzfrei gehen. Damit das gelingt, ist die Zeit nach dem Eingriff mindestens genauso wichtig wie die OP selbst. Hier erfahren Sie, worauf es in den ersten Wochen ankommt.
Phase 1: Schwellung und Schmerz in den Griff bekommen
Direkt nach der Operation stehen Schutz und Entlastung im Vordergrund. Kühlen, Hochlagern und die ärztlich verordneten Gehstützen helfen, die Schwellung zu reduzieren. Eine Manuelle Lymphdrainage kann den Abtransport von Gewebeflüssigkeit zusätzlich unterstützen.
Phase 2: Beweglichkeit zurückgewinnen
Sobald es die Wundheilung erlaubt, geht es um die Beweglichkeit, vor allem um die volle Streckung des Knies. Sie ist entscheidend für ein natürliches Gangbild. In der Physiotherapie arbeiten wir mit sanften Mobilisationstechniken und zeigen Ihnen Übungen für zu Hause.
Phase 3: Muskeln aufbauen und Stabilität trainieren
Nach einer OP baut die Oberschenkelmuskulatur erstaunlich schnell ab. Mit gezielter Krankengymnastik und später KG am Gerät bauen wir Kraft und Koordination Schritt für Schritt wieder auf, immer angepasst an die Vorgaben Ihres Operateurs.
Das können Sie selbst tun
- Übungen regelmäßig machen: lieber mehrmals täglich kurz als einmal lang
- Die Belastungsvorgaben Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes einhalten
- Schmerz als Signal ernst nehmen, aber nicht jede Bewegung vermeiden
- Fragen offen ansprechen: Jede Reha verläuft individuell
Geduld zahlt sich aus
Bis ein Knie nach einer größeren Operation wieder voll belastbar ist, vergehen oft mehrere Monate. Mit einem klaren Plan, regelmäßiger Therapie und Ihrer Mitarbeit arbeiten wir gemeinsam Schritt für Schritt an Ihrer Rückkehr in Alltag und Sport.
Dieser Beitrag ersetzt keine ärztliche Beratung. Halten Sie sich stets an die Vorgaben Ihres behandelnden Arztes.



