„MT" steht auf vielen Heilmittelverordnungen, doch was genau verbirgt sich dahinter? Manuelle Therapie ist eine spezielle Form der Physiotherapie, bei der Therapeutinnen und Therapeuten mit gezielten Handgriffen Funktionsstörungen an Gelenken, Muskeln und Nerven behandeln.

Das Prinzip: Gelenke wieder ins Gleiten bringen

Jedes Gelenk braucht ein gewisses Spiel, um sich frei bewegen zu können. Ist dieses Gelenkspiel eingeschränkt, etwa durch eine Blockade, eine Verletzung oder langes Fehlhalten, entstehen Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. In der Manuellen Therapie untersuchen wir das Gelenkspiel genau und stellen es mit sanften Techniken wieder her.

Wie läuft eine Behandlung ab?

  1. Befund: Wir untersuchen Beweglichkeit, Schmerzpunkte und neurologische Zusammenhänge.
  2. Behandlung: Mit Traktion (sanfter Zug), Mobilisation und Weichteiltechniken entlasten wir das Gelenk.
  3. Aktivierung: Übungen sichern das Ergebnis und stabilisieren das Gelenk langfristig.

Wann wird Manuelle Therapie eingesetzt?

  • Rücken- und Nackenschmerzen, Blockaden der Wirbelsäule
  • Eingeschränkte Beweglichkeit von Schulter, Hüfte oder Knie
  • Bandscheibenprobleme
  • Kopfschmerzen und Kieferbeschwerden (CMD)

Der osteopathische Blick

In unserer Praxis arbeiten wir nach osteopathischem Konzept: Wir betrachten nicht nur das schmerzende Gelenk, sondern den ganzen Körper. Denn oft liegt die Ursache woanders: Ein blockiertes Becken kann zum Beispiel Knie- oder Nackenschmerzen begünstigen.

Dieser Beitrag ersetzt keine ärztliche Beratung.